Palazzo Pitti – der Pitti-Palast – ist der gewaltige Renaissance-Palast im Oltrarno, dem Südufer des Arno, nur wenige Gehminuten von der Ponte Vecchio entfernt. Er wurde 1458 für den Florentiner Bankier Luca Pitti, einen Rivalen der Medici, begonnen, doch das Vermögen der Familie schwand, und 1549 kaufte Eleonora di Toledo, die Gemahlin von Cosimo I. de' Medici, ihn als neue Residenz des Großherzogs. Fast vier Jahrhunderte lang blieb er die Heimstatt der Herrscher von Florenz und der Toskana: der Medici, dann ab 1737 des Hauses Habsburg-Lothringen und schließlich nach der italienischen Einigung des Hauses Savoyen, das ihn als Königspalast nutzte. König Viktor Emanuel III. schenkte den Palast und seine Sammlungen 1919 dem italienischen Staat.
Heute ist der Palast der größte Museumskomplex in Florenz, und ein einziges personalisiertes Ticket öffnet sieben Sammlungen unter einem Dach. Das Herzstück ist die Palatinische Galerie: rund 500 Gemälde, die in den prunkvollen Staatsräumen im dichten, barocken 'Quadreria'-Stil hängen – die Wände von Boden bis Decke bedeckend, angeordnet nach dem persönlichen Geschmack der Großherzöge, nicht nach Datum oder Schule. Sie beherbergt die größte Konzentration von Werken Raffaels weltweit, neben Gemälden von Tizian, Andrea del Sarto, Tintoretto, Caravaggio und Rubens. Dahinter liegen die Kaiserlichen und Königlichen Appartements, die Galerie für Moderne Kunst, das Museum für Kostüm und Mode, der Schatz der Großherzöge (Tesoro dei Granduchi), das Museum für Russische Ikonen und die Palatinische Kapelle.
Hinter dem Palast erheben sich die Boboli-Gärten, die monumentale, ab dem 16. Jahrhundert für die Medici angelegte Hangparklandschaft – eine Szenerie aus Alleen, Brunnen, Grotten und Freiluftskulpturen, die zum Vorbild für formale Gärten in ganz Europa wurde. Der Palast und seine Gärten bilden eines der großen Glanzstücke des Historischen Zentrums von Florenz, das 1982 von der UNESCO wegen seiner unvergleichlichen Konzentration an Renaissance-Kunst und -Architektur zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Der Eintritt in den Pitti-Palast erfolgt mit einem personalisierten Ticket mit reservierter Uhrzeit. Gemäß den Ticketing-Regeln der Uffizien wird jedes Ticket auf den Namen eines bestimmten Besuchers ausgestellt, und dieser Name wird am Eingang mit einem Lichtbildausweis abgeglichen. Daher erfassen wir bei Ihrer Buchung den Namen jedes Besuchers und stellen Ihre Tickets auf Namen aus – bereit für den Eintritt. Sie wählen Ihr Datum und Ihr Eintrittsfenster; wir halten Ihren reservierten Zugangszeitpunkt frei, sodass Sie zu Ihrer Zeit hineingehen, anstatt am Tag des Besuchs am Schalter anzustehen.